LaVida: 18 Februar 2019,

Gesunde Matsche für Pferde


Habt ihr eure Pferde auch schon dabei beobachtet können, wie sie im Fellwechsel genüsslich die Erde auf der Wiese oder auf dem Auslauf ablecken und euch gefragt, warum sie das machen?
Pferde haben schon lange vor dem Menschen das Moor und seine Eigenschaften für sich entdeckt.
Früher zogen verletzte Tiere instinktiv ins Moor um sich selbst zu heilen.
Auch bei akuten und chronischen Verdauungs- und Stoffwechselproblemen kann das aus organischen Bestandteilen, Huminsäuren und Mineralstoffen bestehende Moor unterstützen.
Moor ist das Endprodukt aus verschiedenen Pflanzen, Kräutern, Samen und Blättern, das sich in Jahrtausende dauernden biochemischen Umwandlungsprozess gebildet hat. In diesen Pflanzenresten sind Huminsäuren enthalten, die entzündungshemmend wirken.
Das Moor enthält wertvolle Inhaltsstoffe wie Mineralien, Spurenelemente, Harze, ätherische Öle, Eiweißverbindungen und Huminsäuren. Sie binden einen Überschuss an Magensäure und regen den Stoffwechsel an. Magengeschwüre und Kotwasser können daher mit Moor unterstützend behandelt werden.
Moor bzw. Huminsäuren sind in meiner Fütterung ein fester Bestandteil und kommen immer mal wieder kurweise zum Einsatz. Gerade beim Anweiden und beim Fellwechsel setze ich es unterstützend ein. Ich biete es allerdings immer pur aus der Hand oder einem Eimer an und überlasse meinem Pferd die Entscheidung, ob es das Moor fressen möchte oder nicht. Die meisten Pferden fressen es nach anfänglicher Skepsis pur aus der Hand. Ganz besonders gerne fressen sie es in der Zeit des Anweidens oder bei Blähungen und Durchfall.
Der Moorabbau ist allerdings für unser Klima schlecht, da durch die Entwässerung Co2 entweicht und ein wertvoller Speicher für das Treibhausgas entfällt.
Daher sollte man darauf achten, das Moor achtsam zu nutzen. oder auf alternative Produkte umsteigen.


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